Leistungen und Preise

Unsere Leistungen und Preise für die Tagespflege

Ähnlich der stationären Pflege teilt sich das Gesamtentgelt der Tagespflege in mehrere Positionen auf:

  1. Allgemeine Pflegeleistungen
  2. Kosten für Unterkunft und Verpflegung (Hotelkosten)
  3. Investitionskosten
  4. Fahrtkosten

 

Nachstehend finden Sie alle Details zu den einzelnen Bereichen.

 

Hiermit werden die allgemeinen Pflegeleistungen, die medizinische Behandlungspflege und die soziale Betreuung abgedeckt. Es gibt vier Pflegestufen. Die Pflegestufe „G“ wird nicht durch die Pflegekasse bezahlt. Diese zahlt nur bei Einstufung durch den Medizinischen Dienst in die Pflegestufen I, II oder III. Für diese Stufen wird zu den jeweiligen Höchstbeträgen von zur Zeit 440,-, 1.040,- und 1.550,- EUR gezahlt.

 

Unsere Pflegesätze wurden im August 2010 in Verhandlungen mit den Pflegekassen und dem Landkreis ermittelt. Nachstehend eine kurze Übersicht:

 


PfegestufeEUR / Tag
Pflegestufe G38,57
Pflegestufe I38,57
Pflegestufe II43,14
Pflegestufe III50,01


 

Die Leistungsentgelte haben mindestens bis zum 30.11.2012 Gültigkeit.

Die sog. Hotelkosten (Kosten für Unterkunft und Verpflegung) beziehen sich auf sämtliche hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Hierzu gehören z. B. die Hausreinigung, die Wäsche, der Garten, der Einkauf und die Zubereitung der Speisen. Sie werden innerhalb der Pflegesatzverhandlungen festgelegt. Diese Kosten sind unabhängig von der Einstufung durch den Medizinischen Dienst und vom Tagespflege-Gast selbst zu zahlen.

 

Das tägliche Entgelt für Unterkunft beträgt 9,62 EUR, für Verpflegung stehen 3,86 EUR zur Verfügung. Damit werden alle Mahlzeiten und Getränke vom Frühstück bis zum Abend abgegolten. Damit werden alle Mahlzeiten und Getränke vom Frühstück bis zur Rückfahrt abgegolten.

 

Diese Kosten dienen zur Deckung der betriebsnotwendigen Investitionen in Ge-bäude und Inventar und werden komplett vom Landkreis übernommen. Ihre Höhe wird vom La

ndkreis errechnet.

 

Sie betragen bei uns zur Zeit 11,24 EUR am Tag.

 

Unser Tagespflege-Angebot umfasst auch einen Hol- und Bringdienst mit einem behindertengerecht ausgestattetem Bus.

 

Für die Hin- und Rückfahrt werden 6,50 EUR je Fahrt bzw. 13,- EUR täglich berechnet.

 

Zusätzlicher Leistungsbetrag der Pflegekassen

Vor einigen Jahren wurde ein zusätzlicher Leistungsbetrag für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Zu dieser Gruppe gehören an Demenz oder einer Depression erkrankte Senioren unabhängig von der Einstufung in eine Pflegestufe.

 

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Der zusätzliche Leistungsbetrag beträgt 100.- oder bei erheblicher Einschränkung der Alltagskompetenz 200.- EUR monatlich. Dieser Betrag kann über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten „angespart“ werden, erst am 1.7. des Folgejahres verfällt das „Guthaben“ des vergangenen Jahres. Diese Geldbeträge können für sog. „niederschwellige Angebote“ verwendet werden. Dazu zählt z.B. der Eigenanteil bei Kurzzeitpflege, der Eigenanteil bei der Rechnung einer Tagespflege oder eine Rechnung des ambulanten Pflegedienstes für Beschäftigung. Wenn ein „Demenz-Cafe“ o. ä. besucht wird, können dabei entstehende Kosten mit diesem Geld bezahlt werden.

 

Ob eine eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt, wird bei der Einstufung in eine Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst gleich mit festgestellt. Ist dies nicht der Fall, kann z. B. unsere Tagespflege einen Test durchführen und mit Ihnen gemeinsam einen entsprechenden Antrag für die Pflegekasse erstellen.
Mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz wurden zum Jahresbeginn 2013 zahlreiche Verbesserungen der Pflegeversicherung in Kraft gesetzt. Dazu gehört, dass z.B. bei einer Kurzzeit- oder Verhinderungspflege 50% des Pflegegeldes weiter gezahlt werden.
Für Senioren mit einer Einschränkung der Alltagskompetenz gibt es zahlreiche Leis-tungserweiterungen, auch ohne Pflegestufe.

 Die nachstehenden Tabellen fasst die Kosten je Pflegestufe übersichtlich zusammen.

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* Demenz meint: Es liegt eine Einschränkung in der Alltagskompetenz vor. Die bei Demenz gültigen erhöhten Pflege-Sachleistungen können nur für Leistungen ambulanter Dienste in Anspruch genommen werden. Die erhöhten Werte gelten nicht für die Inanspruchnahme einer Tagespflege. Hier haben die „normalen“ Werte weiterhin Gültigkeit.

 

Beispiel-Rechnung

Ist ein Tagespflege-Gast in die Pflegestufe I eingestuft, zahlt die Pflegekasse aktuell bis zu 450.- EUR monatlich.

 

Diese Summe wird bei Inanspruchnahme von Tagespflege ausschließlich für die Abdeckung der „Allg. Pflegeleistungen“ (38,57 EUR) sowie der “Fahrtkosten“ (13,- EUR) verwendet. In Summe sind dies 51,57 EUR täglich. Damit reichen die Zahlungen der Pflegekasse von 450.- EUR für knapp 8 Tage Tagespflege im Monat aus.

 

Dem Tagespflege-Gast verbleibt dabei ein Eigenanteil für die sog. „Hotelkosten“ und für „Unterkunft und Verpflegung“ (täglich 13,48 EUR). In acht Tagen sind dies 107,84 Euro. Zur Deckung dieser Kosten kann z.B. der sog. Zusätzliche Leistungsbetrag von 100.- oder 200.- EUR monatlich verwendet werden.

 

Die Investitionskosten von tägl. 11,24 Euro werden vom Landkreis getragen.

 

Hat ein Tagespflege-Gast die Pflegestufe II, zahlt die Pflegeversicherung bis zum Höchstbetrag von 1.100,- EUR. Diese Summe dient zur Deckung der Ausgaben für die „Allg. Pflegeleistungen“ (43,14 EUR) sowie der „Fahrtkosten“ (13,- EUR). Der Höchstbetrag von aktuell 1.100,- EUR reicht bei täglichen Kosten von 56,14 EUR damit für 19 Tage im Monat aus.

 

Der Eigenanteil beläuft sich, analog zur Pflegestufe I, auf die täglichen Kosten für „Unterkunft und Verpflegung“. Dies sind täglich 13,48 ER und in 19 Tagen 256,12 EUR. Zur Deckung dieser Kosten kann z.B. der sog. Zusätzliche Leistungsbetrag von 100,- oder 200,- EUR monatlich verwendet werden.

 

Die Einstufung in eine Pflegestufe berechtigt entweder zum Bezug von Leistungen für ambulante oder Tagespflege in der genannten Höhe von 450,-, 1.100,- bzw. 1.550,- EUR.

 

Werden keine Dienstleistungen dieser Anbieter in Anspruch genommen, wird dem Pflegebedürftigen das sog. „Pflegegeld“ ausgezahlt. Dieses beträgt je nach Pflegestufe 235,-, 44,.- bzw. 700,- EUR.

 

Nachstehend ein Beispiel zur Errechnung des verbleibenden Pflegegeldes, wenn das Budget nicht komplett für Tagespflege bzw. den ambulanten Dienst vebraucht wird.

 

Ein Pflegebedürftiger mit Pflegestufe II kann über Sachleistungen von max. 1.100,- EUR verfügen.
Er besucht z. B. an zwei Tagen in der Woche die Tagespflege. Diese berechnet der Pflegekasse für 8 Tage im Monat die Kosten für „Allg. Pflegeleistungen“ (43,14 EUR) und „Fahrtkosten“ (13,- EUR), insgesamt 8 x 56,14 EUR = 449,12 EUR.

 

Werden keine weiteren Leistungen (z.B. ambulanter Dienst) in Anspruch genommen, sind mit 449,12 von max. 1.100,- EUR 41% des Budgets verbraucht. Es verbleiben also noch 59%. Diese werden auf das Tagegeld von max. 440,- EUR bei Pflegestufe II umgerechnet. Dem Pflegebedürftigen werden also 59% von 440,- EUR = 259,60 EUR Pflegegeld ausgezahlt.

 

Dieses Pflegegeld kann z.B. zur Deckung des Eigenanteils bei der Tagespflege genutzt werden. Bei 8 Tagen sind dies für „Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten“ in Summe 8 x 24,73 EUR = 197,84 EUR. Es verbleibt ein Guthaben von 61,76 EUR, das von der Pflegekasse ausgezahlt wird.

 

Wird von einem Pflegebedürftigen sowohl ein ambulanter Dienst als auch die Tagespflege in Anspruch genommen, liegt eine sog. „Kombinationsleistung“ vor.

 

Ein Tagespflege-Gast mit Pflegestufe II kann max. über 1.100,- EUR für die Inanspruchnahme von Diensten oder über ein Pflegegeld von max. 440,- EUR verfügen. Er kann dabei sowohl einen ambulanten Dienst in Anspruch nehmen, als auch eine Tagespflege besuchen. Kommt der ambulante Dienst z. B. 5 x wöchentlich morgens für 25,- EUR täglich, werden hierfür im Monat etwa 500,- EUR verbraucht.

 

Dies entspricht etwa 45% des Höchstsatzes von 1.100,- EUR. Damit verbleibt ein Anspruch auf 55% des Pflegegeldes von max. 440,- EUR = 242,00 EUR. Wird zusätzlich die Tagespflege 2 x in der Woche besucht, liegt eine Kombinationsleistung vor. In diesem Fall entsteht ein zusätzlicher Anspruch auf weitere 50% Pflege-Sachleistungen oder Pflegegeld. Bei diesem Beispiel wird die Tagespflege 8 x im Monat besucht. Die Pflegekasse trägt die Pflege- und Fahrtkosten von insgesamt 43,14 + 13,- = 56,14 EUR x 8 = 449,12 EUR monatlich. Dies entspricht wiederum 75% des auf 50% reduzierten Höchstbetrages (1/2 x 1.100,- EUR) für die Pflege-Sachleistungen. Es verbleibt ein Anspruch von 25% des ebenfalls auf 50% reduzierten Höchstbetrages von 440,- EUR Pflegegeld. Dies sind hier 110,- EUR.

 

Der Eigenanteil für „Unterkunft und Verpflegung“ bei 8 Tagen Tagespflege in Pflegestufe II beträgt 107,04 EUR (siehe Beispiel weiter oben). Wird das verbleibende Pflegegeld von 242,- + 110,- EUR hierfür eingesetzt, verbleibt immer noch ein Barbetrag von 352,- EUR zur freien Verfügung.

 

TagespflegeNutzen Tagespflege-Gäste diese günstige finanzielle Situation dazu, die Anzahl der Besuchstage in der Tagespflege zu erhöhen, sinkt das verbleibende Tagegeld und steigt der Eigenanteil. In diesen Fällen kann aber auch der sog. zusätzl. Leistungsbetrag von 100,- oder 200,- EUR monatlich eingesetzt werden, wenn eine Einschränkung in der Alltagskompetenz festgestellt wurde.
Alternativ kann das monatlich von der Pflegekasse „angesparte“ Geld für eine festgestellte Alltagskompetenz bei Inanspruchnahme einer Kurzzeitpflege dazu verwendet werden, dort den Eigenanteil zu bezahlen.

 

Wir beraten Sie gerne hierzu.

 

 

Sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte vertrauensvoll über das Kontaktformular an uns.
Wir beantworten Ihnen Ihre Fragen kurzfristig und umfassend.

 

Pflege-Transparenzbericht

Die Pflegekassen veranlassen durch den „Medizinischen Dienst“ etwa einmal jährlich unangemeldete Prüfungen der Qualität einer Pflegeeinrichtung. Dabei werden Daten zur medizinischen Betreuung, der Umgang mit dementen Bewohnern, das Betreuungsangebot sowie die hauswirtschaftliche Versorgung erhoben.
Im so genannten Pflege-Transparenzbericht werden die Ergebnisse wiedergegeben.

Sie finden ihn z.B. unter www.aok-pflegenavigator.de.